Triathlon-Wettkampf: Immer für Überraschungen zu haben

Premiere! Meinen erster Triathlon-Wettkampf-Bericht!

Für viele Dinge im Leben gibt es ein erstes Mal. So auch für mich: Ich berichte euch heute zum ersten Mal, wie es mir bei einem Triathlon-Wettkampf erging und was ich dabei erlebt habe.

Am Sonntag, den 05.08.2018 hieß es für mich: Startschuss zur zweiten Mitteldistanz innerhalb von 14 Tagen.

Ich war relativ gechillt. Was soll schon großartig passieren? Mit vielen Wenns und Abers zu spekulieren bringt dich vor dem Wettkampf nur auf doofe Gedanken, macht dich durcheinander und führt schließlich zu nichts. Also galt es, Ruhe zu bewahren und auf das Wesentliche zu fokussieren.

Triathlon-Wettkampf: Die Zeit davor

Ich hatte dieses Mal wirklich an alles gedacht. Die Radschuhe waren eingepackt! Sogar eine kleine Triathlon-Checkliste habe ich mir vorher gemacht, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Noch einmal mit Laufschuhen auf dem Rennrad 80 km zurücklegen wollte ich wirklich nicht.

Meine Startunterlagen hatte ich Freitag schon in Frankfurt abgeholt und mir den Rad-Check-In für Sonntagmorgen vorgenommen. Der Wecker klingelte um 4:00 Uhr in der Früh. Etwas verschlafen habe ich es trotzdem in meinen Triathlon-Anzug geschafft und los ging es.

Triathlon Wettkampf: Schwimmen

Wie auch bei anderen Veranstaltungen, gibt es beim Frankfurt City Triathlon auch einen

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Vor dem Schwimmstart

„Rolling Swim Start“. D.h. es werden in zwei Reihen immer 2-3 Starter gleichzeitig ins Wasser gelassen und starten so ihren Triathlon-Wettkampf. Da ich die Ruhe weg hatte, bin ich irgenwie hinten, um ehrlich zu sein: ganz hinten! gelandet. Umso größer war meine Motivation, trotz des Schlusslichts beim Schwimmstart, nicht als Letzte aus dem Wasser zu gehen. Was mir tatsächlich gelungen ist 😉 Das Schwimmen an sich fiel mir unglaublich leicht. Meine kleinen Trainingseinheiten, die ich seit zwei Monaten wieder im Wasser absolvieren kann, haben sich stark sichtbar gemacht.

Wie es beim Triathlon so ist, hat auch der Rolling Swim Start Schläge oder Tritte von anderen Teilnehmern leider nicht verhindern können. Als ich mich kurz orientieren wollte und einen Brust-Schwimmzug gemacht habe, hat es leider einen Teilnehmer voll erwischt. Wie es sich gehört, höflich erzogen, Thea dreht sich um und entschuldigt sich erstmal…Gut, das muss im Triathlon nicht zwangsläufig sein, aber die Person, die mir irgendwann von hinten kräftig eins über die Rübe gezogen hat: Also sorry, das muss deiner Hand verdammt wehgetan haben. Mein Kopf hat gepocht!

Die Plastiktüte, die mir unterwasser begegnet ist, möchte ich hier nur am Rande erwähnen. Wenn das schon im Kleinen in einem Badesee passiert, dann gute Nacht.

Raus aus dem Wasser, Blick auf die Uhr: Mega! 42:xx Minuten! So schnell war ich noch nie! Ich habe mich einen Keks gefreut. Aber wartet mal ab…

Triathlon-Wettkampf: Radfahren

Ratzfatz umgezogen und aufs Rad gestiegen. Mit meinen Radschuhen ❤ Der Weg in Richtung Frankfurter Innenstadt fetzt so richtig und ich konnte bis zur Mainzerlandstraße mega Gas geben. Dann kam er. Der Gegenwind. Die erste Runde ging noch, die zweite auch. Auf der dritten Runde habe ich mich etwas schleifen lassen und bin in meinem Trott versackt. Als auf der vierten und letzten Runde dann jedoch die Teilnehmer der Olympischen Distanz mit auf die Rennstrecke kamen, war ich motiviert, nochmal Gas zu geben und habe ordentlich in die Pedalen  getreten. Erfolgreich!

Ohne Platten, allerdings mit schmerzenden Armen, ging es in die Wechselzone zwei. Für die nächsten Olympischen Distanzen oder Mitteldistanzen im Triathlon-Wettkampf werde ich mir definitiv auch endlich mal einen Zeitfahrlenker anschaffen. Ich habe mir so gewünscht, die Arme einfach mal aufzulegen und zu entspannen. Wenn du 80 km nur Gas geben kannst und keine Höhenmeter hast, dann ist das wirklich eine Wohltat.

Notiz am Rande: Seinen Müll auf dem Rad einfach bewusst auf die Straße zu schmeißen, verstößt gegen die Regeln im Triathlon-Wettkampf! Der Teilnehmer, der neben mir auf dem Rad ein Gel zu sich genommen hat und mir einer gekonnten Handbewegung die leere Verpackung auf die Straße geschmissen hat: Möge dich dein schlechtes Gewissen plagen! Ich finde sowas einfach nur unglaublich ignorant. Selbstverständlich kann die Trinkflasche runterfallen oder aus Versehen etwas verloren gehen. Aber das war eindeutig bewusstes und ignorantes Verhalten!

Triathlon-Wettkampf: Laufen

Nun gut. Ab auf die Laufstrecke. Diesmal hatte ich mich für meinen absoluten Lieblingsschuh entschieden. Und ich wurde nicht enttäuscht! Der ASICS GEL-Tartherzeal hat mich wirklich schwebend durch die Häuserschluchten getragen. Das Laufen fiel mir so, so, so unglaublich leicht und meine Beine haben sich frisch und fit angefühlt. Ein Beweis dafür sind die Kilometer-Zeiten: Die letzte Runde im 4:xx er Schnitt. kann man mal machen 🙂

Ziehe ich die drei Minuten Quatschen mit Leuten, verwirrtem Hin und Her an Verpflegungsstationen und einem kleinen Boxenstop ab, dann wars echt fix.

Einzig und alleine der Durst hat mich fast umgebracht. Ich hatte so wahnsinnigen Durst. Ich habe an jeder Verpflegungsstation zwei Mal zugegriffen. Das macht auf vier Runden, ca. 8 Becher Wasser plus das, was ich mir übergekippt habe. Iso-Getränke nicht mitinbegriffen.

Triathlon-Wettkampf: Im Ziel!

Nach knapp 5:30 h war ich im Ziel! Super fertig. Super glücklich. Super zufrieden. Als ich vor knapp zwei Monaten den Start meiner ersten Mitteldistanz in diesem Jahr absagen musste, auch weil meine Haut nicht mitgespielt hat, hätte ich mir nie erträumen lassen, dass doch alles so gut wird.

Und es wird gut! So oder so ❤

Ob ich im Schwimmen tatsächlich nur 42 Minuten gebraucht habe? Nunja. Beim genaueren Hinschauen im Ziel waren es dann doch 49 Minuten, aber auch 2193 m. D.h. ein paar extra Züge waren dabei. Dafür war ich durch die vermeidliche Schnelligkeit unglaublich motiviert.

Also: Was sind schon Zeiten.

Deine Thea ❤

[Dieser Beitrag enthält aufgrund der Nennung von Namen, Veranstaltungen und Marken Werbung]

Ps: Auch auf der Radstrecke ist mir aufgefallen, wie verdreckt der Main von (Plastik-) Gegenständen ist. Dazu in einem anderen Beitrag mehr.

 

 

Ein Kommentar zu „Triathlon-Wettkampf: Immer für Überraschungen zu haben

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