Allergien – Erfahrungen im Umgang mit Allergien zur Pollenzeit

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Niesen, Husten, Jucken und das alle Jahre wieder – bedingt durch Allergien und die Pollenzeit.

Allergien beeinträchtigen dein Leben und können saisonal oder ganzjählich auftreten. Wenn du unter Allergien leidest, arbeitet dein Immunsystem auf Hochtouren und reagiert auf scheinbar harmlose Stoffe (Allergene) mit einer starke Abwehrreaktion.

Sind Allergien und Unverträglichkeiten das gleiche?

Gleich zu Beginn möchte ich einen großen Irrtum aufklären. Einer der größten Irrtümer: Die Gleichstellung von Allergien und Unverträglichkeiten.

Was ist der Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz/Unverträglichkeit?

Eine Allergie ist keine Unverträglichkeit und umgekehrt trifft dies ebenso wenig zu.

Allergie: Fehlinterpretation deines Immunsystems. Dein Immunsystem reagiert mit starker Abwehr gegen scheinbar normale Stoffe (Allergene) und es entsteht so eine krank-machende Überempfindlichkeit.

Unterverträglichkeit: Wenn du unter einer Unverträglichkeit oder Intoleranz leidest, hat ein Stoff eine direkt schädliche Wirkung auf dich. Auslöser ist hier nicht die Fehlinterpretation des Immunsystems,  sondern ein oftmals genetisch bedingter Auslöser oder erworbener Mangel eines Enzymes, welches im Körper fehlt.

Aber nun zurück zu den Allergien. Allergien sind lästig. Rückblickend hatte ich während meines Studiums eine nahezu beschwerdefreie Zeit. Hierunter verstehe ich die einfache Einnahme von freiverkäuflichen Antihistaminika, die super gewirkt haben und keine regelmäßigen Besuche beim Arzt, da ich gut eingestellt und allergische Symptome einfach zu lindern waren.

Was sind allergische Symptome?

Zu meinen allergischen Symptomen gehören Ausschlag, Urtikaria, rote und geschwollene Augen, juckende Augen, laufende Nase, Niesen, Jucken im Hals und in den Ohren, Atemnot, Husten und ein Engegefühl im Hals.

Allergien sind alltäglicher Begleiter

Für mich spielt das Thema Allergien erst seit Kurzem wieder eine Rolle. Als Kind habe ich mich in die Obhut meiner Eltern gegeben, die mit mir zu Ärzten gegangen sind, Therapien gemacht haben und mich am Ende dahingehend erzogen haben, selbstständig mit Allergien umgehen zu können. In allen Situation. Dazu gehört, dass ich stets die Verantwortung für mich und mein Handeln inklusive gesundheitlicher Folgen tragen muss. Dadurch, dass in meinem Handeln das Bewusstsein für meine stark vorhandenen Allergien allgegenwärtig vorhanden war, war mir gar nicht mehr aufgefallen, überhaupt unter Allergien zu leiden. Für mich war es ein logischer Prozess auf Allergene zu verzichten. Das heißt: Bei einer allergischen Reaktion auf Äpfel durch Jucken im Hals und in den Ohren: Verzicht auf Äpfel. Bei einer allergischen Reaktion von Zitrusfrüchten durch den Fruchtsaft, der beim Schälen über die Hand läuft und direkt Juckreiz und Rötung hervorruft: Kein Schälen von Zitrusfrüchten. Mäht der Nachbar gerade seinen Rasen, hieß es: Fenster zu, drinnen bleiben und abwarten. Andernfalls würden die Pollen starkes Niesen und Augenjucken hervorrufen.

Nun beobachte ich beim meinen Allergien, ähnlich wie bei meiner Neurodermitis, eine Verschiebung der Reaktionen. Habe ich als Kind stark allergisch auf Nahrungsmittel, Obst, Gemüse reagiert, sind es heute verstärkt die äußeren Reize, die mir zu schaffen machen. Allergene wie Duftstoffe, Parfüme und Co. waren schon immer ein Problem für mich. Jetzt jedoch im Vergleich zu früher mehr. Dafür gibt es jetzt Karottensorten, die ich ohne allergische Symptome wieder essen kann.

Sport trotz Allergien – Geht das?

Wer wie ich unter Pollenallergien leidet, freut sich über jeden Regenschauer (nach dem auch wieder Sonne folgt). Beim Outdoor-Training haben wir eine intensive Atmung. Nach einem Regenschauer ist das Training draußen als Allergiker viel angenehmer, da der Regen die Luft von den Pollen „reinigt“. Die Pollenbelastung ist nach dem Regen in der Luft geringer und dadurch atmen wir weniger Pollen beim Laufen oder Radfahren ein.

Pollen in den Haaren und auf Kleidungsstücken

Wer sich während der Pollensaison im Freien aufhält – und wer macht das bei schönem Wetter nicht gerne – kommt unweigerlich nicht drum herum, dass sowohl Haare als auch Kleidung übersäht von Pollen sind. Schritt eins, wenn ich vom Laufen nach Hause komme: Schuhe vor der Tür ausziehen und draußen stehen lassen. Lüftet erstens aus, zweitens hole ich mir die Pollen hier zumindest nicht in die Wohnung. Schritt zwei: Direkter Gang ins Bad: Gesicht mit kalten Wasser abwaschen. Beim Laufen schwitzt man, Hautporen öffnen sich und Allergene gelangen besser in die Haut, was unangenehmen Juckreiz und Rötungen verursachen kann. Das versuche ich direkt abzuwaschen. Kaltes Wasser kühlt und verhindert, dass sich die Hautporen noch weiter öffnen. Herausforderung Haare waschen! Eigentlich ist es besser, seine Haare nicht täglich zu waschen. Und eigentlich reicht 2-3 Mal Haarewaschen pro Woche bei mir völlig aus. Meine Haut ist sehr trocken, meine Kopfhaut fettet daher nicht und zu viel Haarewaschen verursacht bei mir eher die Bildung von Schuppen (für Neurodermitis typische Schuppenbildung). Während der Pollensaison gilt es aber, hier eine Balance zu finden: In den Haaren setzen sich die Pollen natürlich auch gut fest. Entweder müssen die Haare also jedes Mal gewaschen werden oder man kämmt sie sich über der Dusche aus. Bei akuten allergischen Symptomen während der Pollenzeit wasche ich fast täglich meine Haare, um die Pollen nicht im Rest der Wohnung (und im Bett) zu verteilen.

Was kann ich gegen meine Allergien tun?

Hier ein paar Tipps, die dir im alltäglichen Umgang mit Allergien helfen:

  1. Schonbezüge für deine Matratze, Bettdecke und Kissen. Diese sollen Milbenallergikern Abhilfe schaffen und Milben davon abhalten, sich in Bettdecke und Co. einzunisten. Ich habe seit dem ich 10/11 Jahre bin solche Bezüge, wasche sie regelmäßig und fühle mich dadurch wohler.
  2. Wer eine Hausstaub-/Milbenallergie hat, aber auch bei Pollenallergie sinnvoll: Auf Teppiche, Kissen, Vorhänge und Decken im Haushalt weitestgehend verzichten. Wenn doch vorhanden: Regelmäßig waschen, da sich Allergene darin festsetzen können.
  3. Staubwischen und feucht Durchwischen – da kommt wohl kein Allergiker drum herum. Ich Wische einmal pro Woche feucht durch.
  4. Getragene Klamotten nicht mehr zurück in den Schrank legen. Wenn du in der Pollenzeit draußen spazieren oder unterwegs warst und deine Kleidung danach einfach zu zurück in den Schrank legst, hast du die Pollen/Allergene direkt auf noch anderen Kleidungsstücken. Ich versuche getragene Kleidung zu jeder Zeit auszuschütteln und eher zu lüften, als sofort zu waschen. In der Pollenzeit geht das Lüften jedoch nicht, weshalb ich sie nach dem Tragen kräftig ausschüttel.
  5. Wenn du Pflanzen im Haushalt hast, achte auch hier darauf, dass du regelmäßig die Blätter vom Staub befreist.
  6. Bei Kleidungsstücken können Wolle und Wollmischungen starke Reize auf der Haut auslösen. Nicht nur bei Allergikern, sondern auch bei Neurodermitikern. Versuche diese Materialien zu vermeiden. Seide soll wohl sehr gut verträglich sein, obgleich auch ein sehr teures Material. Ich habe damit keine Erfahrung und bevorzuge weitere, leichte Kleidungsstücke ohne kratzende Nähte.
  7. Tipps für Eltern: Wenn dein Kind aufgrund seiner Allergien auf rohes Obst oder Gemüse reagiert, kann es gekocht oder gebacken verträglich sein. Kann es zum Beispiel keine rohen Äpfel essen, kannst du Apfelmus machen oder Apfelkuchen backen, Karotten können gedünstet werden. Du kannst vor allem schauen, deinem Kind attraktive, leckere Alternativen zu bieten, ohne ihm das Gefühl zu geben, etwas zu verpassen.

Als Kind habe ich sehr stark auf Zucker reagiert und konnte aufgrund von Neurodermitis und Allergien weder Säfte, noch Süßigkeiten zu mir nehmen. Vielleicht ist  es für dein Kind eine Alternative, sich daran zu gewöhnen, zum Beispiel alle zwei Tage ein Bonbon zu bekommen. Man darf nicht vergessen, dass Kinder (ich kenne es von mir) stark daran orientiert sind, was andere Kinder dürfen und machen. Durch eine klare Regel und Struktur ist es mir leichter gefallen, nicht den Reizen (den Süßigkeiten der anderen) zu verfallen.

8. Schwarzkümmelöl-Kapseln nehme ich ebenfalls schon lange ein. Diese sollen eine antientzündliche Wirkung haben und Allergien lindern. Geschadet haben sie bis jetzt noch nicht 😊
9. CBD-Öl – ist mein „Helfer“ in der Not für unruhige Zeiten, die durch das Kratzen von Hautausschlägen bedingt sind. Ebenso wie Manuka-Hydrosol. Das eine beruhigt innerlich oder äußerlich. Das andere kühl von außen.

Das waren jetzt zwar „nur“ 9 Tipps, die dir im alltäglichen Umgang mit Allergien helfen können, aber eine Menge Informationen rund um Allergien.

Für heute soll es genug sein. Deine Fragen kannst du mir wie immer gerne hier stellen oder mir auf Instagram eine direkte Nachricht senden.

Deine Thea ❤

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