Von der Straße auf die Rolle

Weshalb ich mich nach sieben Jahren auf dem Rennrad nun doch für eine Fahrradrolle (künftig: Rolle, Trainer) entschieden habe, was ich bei meiner Entscheidung alles beachtet habe und weshalb der Kauf beim Fachhändler für mich unumgänglich war, erfahrt ihr hier.

Schon letztes Jahr begann ich mir Gedanken über die Anschaffung einer Rolle zu machen. Der Winter war nass und für mich somit zu unbequem, um trotzdem mit dem Rennrad draußen zu fahren.

Dieses Jahr ist der Winter nun noch verregneter, viele Straßen und Radwege seit Wochen unbefahrbar für Rennräder, die lange Dunkelheit hält weiter an. Die Sicherheit steht bei mir noch immer an erster Stelle. Von daher wird es Zeit für eine Rolle.

Anforderungen:

  • Meine Rolle sollte um die 300,00 € kosten
  • Leise sein
  • Keine freistehende Rolle sein
  • Smartfunktion – ich bin unentschlossen
  • Hinterrad ausspannen – ich bin unentschlossen

Welche Modelle kommen für mich in Frage?

Im Internet hatte ich mir selbst das Modell TACX Smart Flow T2240 + Skyliner 700 Watt rausgesucht.

Nach eurem Feedback (seht ihr am Ende des Artikels) habe ich beschlossen, direkt zum Händler zu fahren, um mich individuell beraten zu lassen.

Zur engeren Auswahl standen mir folgende Rollen:

Tacx Satori Smart T-2400

Tacx Booster T-2500

Elite Quick-Motion

Elite Rollentrainer Turno

Tacx Rollentrainer Antares T-1000

Tacx Antares sowie Elite Quick-Motion sind beides freistehende Rollentrainer, die zwar preislich verlockend (165,00 € bzw. 297,00 €) sind, jedoch viel Gleichgewichtssinn verlangen und mir persönlich zu wackelig erscheinen. Für meinen Anspruch, mich sicher auf eine Rolle zu begeben, ohne mich und das Rad ausbalancieren zu müssen, keine Option. Vielleicht eher für den Fahrradprofi, der sich vor dem Rennen warm machen möchte eine gute Option, denn diese beiden Rollen sind sehr handlich.

Der Elite Turno Rollentrainer wäre eine tolle Option, wenn ich an der Idee, mein Hinterrad gerne auszuspannen, festhalten würde. Jedoch überzeugen mich die Argumente des Fachhändlers, dass der Reifenwechsel Zeit beansprucht und man i.d.R. nach der Arbeit oder  vor der Arbeit seine freie Zeit sinnvoll zu nutzen versucht. Auch übersteigt dieser Trainer mein Budget und liegt aktuell – trotz attraktiver Reduzierung  – bei 418,00 €.

Es bleiben nun noch die beiden Modelle Tacx Satori Smart T-2400 und Tacx Booster T-2500 in der engeren Auswahl. Also die Rolle, die ich selbst schon in die engere Auswahl gezogen hatte (davon habe ich im Fahrradladen jedoch nichts erwähnt) und das „Pendant“ ohne Smartfunktion. Ohne jetzt großartig Wattzahlen und das Gewicht zu vergleichen, was hier nur einen sehr kleinen Unterschied macht, und Wattzahlen für den Trainingsbereich in dem ich mich indoor sowie outdoor befinde keine so unglaublich entscheidende Rolle spielen, habe ich mich für den Smarttrainer entschieden.

Und zwar aus folgenden Gründen:

Die Smartfunktion ist eine Option, die ich mir offen halten möchte, um mich zum Radfahren auf der Rolle zu motivieren. Auch bietet sie mir die Option, gefahrene Kilometer sowie die Geschwindigkeit nachvollziehen zu können.

Zudem gibt mir das einfache Einspannen des Hinterreifens zusätzlich Motivation, mein Rad im Winter bei gutem Wetter draußen auch weiter zu nutzen und „mal eben schnell“ von der Rolle zu holen.

Einen Wechselreifen für das Hinterrad habe ich mir ebenfalls nicht zugelegt, da ich diesen beim spontanen Wechsel von der Rolle nach draußen ebenfalls wieder wechseln müsste – und wer wechselt schon gerne Reifen?!

Zudem kommt der normale Abrieb auf der Straße sowie der auf der Rolle, der sich meiner Meinung nach irgendwie ausgleicht. Ob man jetzt einen extra Mantel für den Winter kauft oder einen neuen aufgrund des Abriebs …

Der Trainer ist einfach aufzubauen und relativ leise. Um die Lautstärke trotzdem zu senken, Schweiß aufzufangen und Vibrationen etwas abzufedern, habe ich mich zusätzlich noch für eine Tacx T-2910 Trainingsmatte (faltbar) entschieden.

Die Rolle, Tacx Satori Smart T-2400, entspricht einem für mich sehr guten Preis – Leistungsverhältnis und ich freue mich auf die ersten Kilometer mit ihr.

Die individuelle Beratung sowie den Kauf beim Fachhändler kann ich euch nur nahe legen. Der Fachhändler ist Experte auf seinem Gebiet und meistens schon lange in der Branche tätig. Solltest du vor oder nach dem Kauf Fragen rund um das für dich interessante Produkt haben, bist du beim Händler immer besser beraten und in besseren Händen, als in einem Onlineshop!

Eure Thea ❤

 

Es folgt eine Zusammenfassung einiger eurer Feedbacks:

Elite „Novo Mag Force“ – nicht sehr laut, seit Jahren zufrieden (@wihama, @kathi_g87)

Elite „Fluid Cubo“ – leise, ohne Schnickschnack, leichter Aufbau (@dori.tri)

Tacx Flow – Simpel, gut (@triathliebe, @sarahmayer__)

Elite “Turbo Muin” – leise, gutes Fahrgefühl, Hinterrad lässt sich komplett ausbauen, es radelt sich leichter, Direktantrieb (kostet allerdings um die 400,00 €) (@christoph.loschan, @ma_tri_as, @caro_wgm, @jan_life4sports)

Cycle-Ops Fluid 2 – leise durch Fluid Bremssystem (@alexl_06)

Tacx Satori (smart) – gebraucht gekauft, daher günstig und leise (@sandra.doro, @arnikachen)

Tacx Blue Matic, leise, günstig und reicht von ihrer Leistung völlig aus (@tri2gether, @dierrennschnecke, @laufherz, @tri_susie)

Kann bei Bedarf mit einem Geschwindigkeitssensor mit ANT + mit dem PC verbunden werden, bzw mit bspw. der Garmin FR 235 gekoppelt werden, um die gefahrenen Kilometer umzurechnen (@hanna_banani)

Tacx Antares t1000 – drei-Rollen-System für weniger statisches Sitzen, Fördert Muskeln und Gleichgewicht (@robertzaun)

Tacx Booster – simple Rolle mit verstellbarem Widerstand, Bremse lässt sich via Handhebel der Magnetspule regulieren, Smartfunktion lässt sich ergänzen (@jule_wolf, @f_bi46)

Vortex Smart Trainer – Vorteil: elektronische Bremse (Widerstand bis ca. 7 % Steigung) (@mir.ja)

 

Dieser Artikel enthält keine Werbung, sondern ist nur ein Erfahrungsbericht!

 

 

 

 

 

14 Kommentare zu „Von der Straße auf die Rolle

  1. Liebe Thea,

    ich habe auf Deinen Bericht gewartet😊 Ich habe auch den Tacx Satori ohne Smart Funktion, habe aber den Taxc Trainingsreifen nachgekauft, weil ich Dir beim Abrieb uneingeschränkt zustimme, aber ein normaler Strassenreifen einfach viel zu laut auf der Rolle ist und die „indoor“-Reifen u.a. auf Lautstärke ausgelegt sind. Gibt es auch von Schwalbe, Conti und Co.

    Ebenfalls gebe dir recht , was das Reifen wechseln angeht. Ich habe mir ein einfaches kostengünstiges gebrauchtes Hinterrad gekauft ausschließlich für die Rolle. Wenn ich dann wechsele dauert das keine 30sek Rad raus, normales Rad rein, fertig.

    Viel Spass auf der Rolle!

    LG aus denn Taunus
    Marcel

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  2. Hallo Thea,

    für mich ist die Lautstärke ein absolutes KO-Kriterium. Heute hat meine Mitbewohnerin und Vermieterin nach 100 Minuten auf der Rolle gemeckert, obwohl ich im Keller und hinter einigen verschlossenen Türen war. Meine Rolle ist eher ein 0815-Ding, deswegen ist dein Blogpost sehr passend!

    Meine Anforderungen sind ansonsten sehr ähnlich; reibunslose Trainier sind z.B. nicht in meinem Budget und ich möchte unbedingt mal Zwift ausprobieren! Kannst du einschätzen wie laut das Strampeln mit dem „Tacx Satori Smart T-2400“ war? Vermutlich hast du keinen Schalldruckpegelmesser, aber einfach nur ob es dolle nervt. 😀

    Danke dir und Gruß,
    Jonas

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    1. Hey Jonas, ich danke dir für deinen Kommentar. Ich habe – nach ein paar Fahrten auf der Rolle – festgestellt, dass sich die Lautstärke bei steigender Geschwindigkeit erhöht. Da ich selbst noch nicht so schnell auf der Rolle bin (+- 30 km/h) und auch eine Unterlage habe (soll ja dämpfen und den Schweiß auffangen) , empfinde ich die Lautstärke meiner Rolle als absolut okay. Beschwerden gab’s noch keine 🙂 Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Viele Grüße, Thea

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  3. Hallo liebe Thea!

    Ich hab seit kurzem auch die Taxc Satori Smart und wollte am Wochenende mit dem Rollentraining loslegen. Allerdings lässt sich meine einfach nicht kalibrieren… Laut Taxc Support liegt es daran, dass ich es mit den normalen Straßenreifen probiert habe. Konntest du deine damals problemlos kalibrieren und fährst du nach wie vor mit Straßenreifen oder hast du dir auch den Trainingsreifen zugelegt? Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es nur daran liegt. Immerhin wäre ich ja nicht die erste, die nicht mit dem Trainingsreifen auf der Rolle fährt…

    Liebe Grüße
    Christina

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  4. Gerade dem Blog überflogen

    Ich denke demzufolge mache ich bisher alles richtig mit meinem Tacx T2650.
    Ich habe Geräuschdämpfungsmatten ausm Baumarkt darunter gelegt, die für Waschmaschinen gedacht sind 👌🏻😉
    Aber vllt muss ich einen anderen Mantel aufziehen… 🧐🤔

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