Glückwunsch – Du bist Influencer

Ja, auch du bist ein Influencer. Du fragst dich jetzt wie ich auf eine solche Idee komme? Dann solltest du folgenden Text lesen.

Warum auch du ein Influencer bist

Der Begriff Influencer wurde lange belächelt und abfällig bewertet. Bis irgendwann Eltern festgestellt haben, dass man Dagi Bee, Bibi und Rezo nicht länger ignorieren kann, da sie selbst den Erziehungsberechtigten überall begegnen: Drogeriemarkt, Modelabel, YouTube-Channel. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollte doch wirklich allen klargeworden sein, dass man sich Personen mit Einfluss (Influencern) nicht entziehen kann und die Intention dieser Menschen nicht negativ konnotiert sein muss.

Influencer gab es schon immer und wird es immer geben.

Beispiel: Fußballspieler. Diese tragen etwas, den neusten Schuh, was auch immer und sie erreichen damit eine Community an Bewunderern, die eben diese Dinge genauso besitzen möchten, um ihnen nachzueifern, wie sie zu sein.

Influencer zu sein, ist also in erster Linie nichts Schlimmes.

Ist „Influencer“ sein etwas schlimmes?

In erster Linie ist Influencer sein nicht schlimm, denn wie immer, gibt es auch hier eine andere Sichtweise.

Wer meine letzten beiden Blogbeiträge zum Thema Influencer-Marketing gelesen hat, der weiß, dass sowohl Agenturen und Unternehmen, wie auch Influencer auf Meso- oder Makroebene dazu beitragen, wie sich der Markt verhält. Wer Reichweite hat, kann Nachfrage erzeugen. Wer Geld hat, kann einiges noch professioneller aufziehen und Qualität statt Quantität wahren.

Wenn wir uns nun die Micro-Influencer anschauen. Vielleicht die, mit 1.000 Followern – und das ist alles andere, als abwertend gemeint! Micro-Influencer können heute einen größeren Einfluss durch eine sehr aktive Community und Reichweitenstärke haben, als Makro-Influencer! Wenn wir uns also diese Mini-Influencer anschauen, dann sagt mir meine Beobachtung, dass in manchen Kreisen immer noch abwertend über „die Großen“ gesprochen wird. Mit „den Großen“ sind all diejenigen gemeint, die offensichtlich Social Media Plattformen so nutzen, dass sich ein finanzieller Gewinn daraus ziehen lässt. Sehr gut! Hier wird Business verstanden, hart gearbeitet und das auch noch so dargestellt, als wäre das Leben eine rosa Wiese mit stets bestens gekleideten, hübsch frisierten, makellosen Menschen.

Illusion wahren: Check!

Jede Werbung, jedes Werbeversprechen betont die positive Seite des Produkts. Da können wir einmal durch die komplette Werbebranche gehen. Kein Automobilhersteller wird in der Vorstellung seines neuen Modells erwähnen, dass er in Verbindung mit einem Abgasskandal stand. Nein. Er wird die Vorteile seines neuen Modells in den Vordergrund stellen, mit Emotionen spielen und verlockende Angebote machen. Achtung! Wir sind schon mitten im Influencer-Dingen drin!

  1. Vorteile des neuen Modells in den Vorderund stellen: Das Haarshampoo macht meine Haare soooo weich! (Sagt natürlich nicht, welche schlechten Inhaltsstoffe drin sind).
  2. Mit Emotionen spielen: Ich bin sooo happy damit! ES hat meine Haare koooomplett von Spliss befreit!
  3.  Mit verlockenden Angeboten sielen: Ich habe einen super tollen Rabatt-Code für euch!

Intelligente Werbung durch Influencer

All das ist nicht verwerflich! All das ist intelligente Werbung, die Kunden bindet und Mehrwert für beide Seiten schafft!

Aber, worauf ich hinaus möchte: Jeder noch so „kleine“ Micro-Influencer (gemessen an Follower-Zahlen), sollte sich darüber im Klaren sein, dass er ab dem Moment der Annahme einer Zusammenarbeit, ob auf PR-Sample-Basis oder vergüteter Zusammenarbeit, Werbung macht – wie „die Großen“. Man muss eigentlich schon einen Schritt vorher ansetzen, denn sobald sich eine Person auf einer Social Media Plattform anmeldet, tut sie dies mit der Intention, etwas von sich preiszugeben. Und wenn das „nur“ die Hunde-, Blumen-, Laufbilder sind! Ab diesem Zeitpunkt nimmt man Einfluss! Ab diesem Zeitpunkt ist man Influencer! Das ist jetzt die Online-Welt, in der man durch seine Beschreibung von Dingen (Posts) Einfluss auf andere nimmt. Egal, ob man will oder nicht, aber Darstellungen, die andere tangieren, nehmen Einfluss: Unterbewusst oder bewusst.  

Auch in der realen Welt gibt es Influencer

In der realen Welt ist übrigens auch jeder Influencer: Jeder ist für sein Verhalten und den daraus resultierenden Impact auf andere verantwortlich.

Das wäre der folgende Punkt in dieser Aufzählung: Verantwortung.

Sich wirklich als Influencer zu positionieren sollte man nur dann machen, wenn man mit der nötigen Verantwortung agiert und für sein Handeln überlegt einstehen kann. Nur, um „dabei zu sein“ lohnt es sich nicht, das Schuh-Deo anzunehmen und vielleicht blöde, verletzende Kommentare zu bekommen.

Deine Thea ❤

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