Ein neues Rennrad muss her – Worauf achten beim Rennradkauf?

Du überlegst schon lange, dir ein neues Rennrad zuzulegen, weißt aber nicht worauf du achten sollst? Dann habe ich hier 5 Tipps, an denen du dich bei deinem Rennradkauf orientieren kannst.

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  1. Wozu möchtest du dein Rennrad nutzen?

 

Es gibt sowohl von Einsteigerrennrädern bis hin zu „Profirädern“ eine riesen Auswahl auf dem Markt. Der Preisspanne sind ebenfalls in der Höhe keine Grenzen gesetzt. Als ich mein erstes Rennrad gekauft habe, wollte ich dies zum Triathlon nutzen, Spaß am Fahren haben und hatte ein Budget von 1.000,00 € für die ganze Sache. Es lohnt sich immer nachzufragen: Brauche ich das wirklich? Was ist mein Anspruch an das Rad? Wie lange plane ich damit zu fahren? Für mich war das erste Rennrad eine Investition für mehrere Jahre und die Haltbarkeit war mir sehr wichtig. Was man nun – nach ca. 7 Jahren auf dem Sattel – merkt: Der Lack blättert langsam ab, die Reparaturliste wird größer. Für Einsteiger lohnt sich ein Budget von 1.000,00 € +/- 200,00 € also alle mal.

 

  1. Brauche ich zum Triathlon ein extra Triathlonrad?

 

Auch hier gilt: Nach oben sind deinen Rennradträumen keine Grenzen gesetzt. Wer diesen Sport ambitioniert betreibt, für den lohnt sich selbstverständlich auch ein Triathlonrad (als Triatlonrad bezeichnet man eine Art der Wettkampf-Rennräder). Ich brauche für meine Zwecke kein extra Triathlonrad, ein Rennrad tut es auch.

 

  1. Wo sollte ich mein Rennrad kaufen?

 

Ich kann jedem nur empfehlen, zum Fahrradhändler vor Ort oder des Vertrauens zu gehen und sich dort gut beraten zu lassen. Manch ein Fahrradhändler nimmt beispielsweise nur noch bei ihm vor Ort gekaufte Räder zur Reparatur an. Du hast so also immer einen Ansprechpartner mit Expertise vor Ort. Vor allem kannst du dich wirklich durch verschiedene Marken und Modelle vor Ort testen und ausprobieren. Solltest du noch Zusatzteile oder extra Equipment benötigen, bekommst du bei deinem Fahrradhändler auch direkt alles und bist bequem vollumfänglich ausgestattet. Ich gehe sehr gerne zu meinem Händler, habe dort sowohl mein Mountainbike und die Rolle vor dem Rennrad jetzt gekauft. Mir gibt es eine Sicherheit für meine Kaufentscheidung, wenn mir vor Ort eine reale Person dank ihrer Erfahrung Vor- und Nachteile bestimmter Komponenten, eines Rahmens oder eines ganzen Modells im Vergleich nennen kann. Und wenn nach dem Kauf noch Fragen sind, kann ich jeder Zeit vor Ort jemanden antreffen, der mit behilflich sein kann.

 

  1. Welche Rahmengröße brauche ich?

 

Auch hier lohnt sich der Besuch beim Fahrradhändler. Deine Rahmengröße für das Rennrad kann von Marke zu Marke variieren. Manchmal sind Zentimeter für Bequemlichkeit und gute Fahrposition entscheidend. Hätte ich online bestellt, hätte ich eine Rahmengröße 52 ausgewählt, da ich die nach Überzeugung bei meinem alten Rennrad hatte. Vor Ort saß ich auf einem Rad der Marke, wo ich eine 50 Rahmengröße benötigte, auf einem Rennrad-Modell einer anderen Marke jedoch eine Rahmengröße 49.

 

  1. Auf was sollte ich beim Rennradkauf besonders achten?

 

 

Jeder legt selbstverständlich auf unterschiedliche Faktoren bei seinem neuen Rennrad wert.
Ich kann hier nur von mir sprechen. Ich habe beim Kauf meines Rennrads auf das Gewicht, die Bremsen, Schaltung und den Rahmen geachtet. Mir war ein niedriges Gewicht (unter 9 kg) wichtig, trotzdem habe ich keinen Wert auf Carbon- oder Aluminiumrahmen gelegt. Wohingegen die Rahmenform für mich doch wieder interessant war, da ich einen möglichst schlanken Rahmen mit Kabelzügen, die im Rahmen verlaufen. Mein altes Rennrad hat die Kabel noch außen verlegt, was ich als störend und nicht ästhetisch empfinde.

Nun ist der Rennradrahmen aus Carbon, was den Vorteil von Leichtigkeit und trotzdem Stabilität und Langlebigkeit mit sich bringt. Natürlich kann die Scheibenbremse als Gegenargument für „wenig Gewicht“ genutzt werden, jedoch denke ich im Hobbybereich und für mich gleicht sich Carbonrahmen und die Scheibenbremse vom Gewicht her wieder aus. Die Scheibenbremse kann ich nach dem ersten Fahren mit dem neuen Rennrad sehr positiv beurteilen. Bei meinem alten Rennrad war die Bremswirkung eher ein Schleifen und der Bremsweg gefühlt länger als jetzt. Bei dem neuen Rennrad ist der Bremsweg deutlich kürzer und die Bremswirkung verlässlicher mit schneller Reaktion. Scheibenbremsen werden zudem gerne schnellen (bergab) Fahrern nahegelegt, da eben der Bremsweg ein Kürzerer ist und die Abfahrt länger genossen werden kann. Ich bin dann mal Schieben 😉 Die Schaltung sollte auf jeden Fall Shimano Ultegra sein, da ich hiermit gute Erfahrung gemacht habe. Mein Schaltwerk jetzt ist das Shimano Ultegra RD-R8000-DGS, 11-Speed, welches mit dem RD-R8000 Schaltwerk die Bedienkräfte am Hebel reduziert. Die Schaltung funktioniert auch im Fahrtest schnell und zuverlässig. Bis jetzt hatte ich am vorderen Ritzel drei Kettenblätter und bin nun mit der 2-fach Kurbel an meinem neuen Rennrad voll zufrieden.

Anfangs muss darauf geachtet werden, dass die Kette möglichst parallel zum Rahmen verläuft und ordentlich geschaltet wird. Das Gefühl entwickelt sich jedoch schon auf den ersten Kilometern. So können auch lange bergauf Fahrten mit dem neuen Rennrad problemlos bewältigt werden. Dieser Aspekt ist mir an meinem neuen Rennrad sehr wichtig, da ich nicht nur Rennen damit fahren, sondern eben auch Ausfahrten über Land und Hügel damit genießen möchte.

Letzter heißer Tipp für Rennradeinsteiger oder Rennradneukäufer:

Ich habe mir ebenfalls neue Radschuhe und Pedalen zum neuen Rennrad gekauft. Hier habe ich bei den Radschuhen nicht großartig auf das Design geachtet, sondern vor allem auf eine gute und bequeme Passform. Leider bin ich ein paar Jahre mit zu kleinen Rennradschuhen gefahren, was ich auf langen Ausfahrten negativ in den Fußzehen und Beinen gemerkt habe. Es kann bei zu kleinen Radschuhen sein, dass Füße oder Beine einschlafen – kein angenehmes Gefühl. Specialized passt mir grundsätzlich nicht, da es zu schmal geschnitten ist. Passend für meinen eher breiteren Fuß sind Modelle von Pearl Izumi oder New Wave. Achte hier auf eine gute Passform des Rennradschuhs: Teuer ist nicht gleich gut! Mein Modell lag bei unter 100 € und war für meinen Fuß unter allen Schuhen das Beste!

Last but not least: Das Einstellen der Pedalen! Checke unbedingt VOR deiner ersten Radausfahrt mit deinem neuen Rennrad zu Hause, wie fest/leicht deine Klickpedalen eingestellt sind. Suche dir Hilfe oder eine stützende Möglichkeit zum Festhalten und teste, wie leicht du aus deinen Klickpedalen ausklicken kannst. Mit einem Inbusschlüssel kannst du zu Hause an der Pedale die Stärke nach deinen Bedürfnissen anpassen.

 

Und jetzt: Gute Fahrt, deine Thea ❤

 

 

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